Thema: Klimafreundliche Schule
Anfang März begannen die wackeren Zwölf sich eines Themas anzunehmen, das uns alle betrifft: des Klimawandels. Wir bildeten vier Gruppen, die ihre Ermittlungen in unterschiedliche Richtungen anstellten. Hier die Ergebnisse.
Warum es so wichtig ist, dass wir so wenig Energie verbrauchen wie möglich
von Fynnja, Jolana und Mariechen (Gruppe 1)
Energie sollte man besser sparen, weil es sonst zu einem Klimawandel kommen könnte. Klimawandel ist, wenn es ziemlich heiß oder kalt wird. Auch Eiszeiten und globale Erwärmung sind Klimaveränderungen. Jetzt wird es in jedem Jahr ein bisschen wärmer. An allem Schuld ist wahrscheinlich der Treibhauseffekt. Der Treibhauseffekt entsteht durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe wie Heizöl, Benzin, Gas und Kohle. Dabei wird das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre abgegeben. Dadurch schmelzen die Eisschollen am Nord- und am Südpol, und die Tiere können dort kaum noch leben. In den Bergen ist nur noch ganz wenig Schnee und es lösen sich ständig Schneelawinen! Viel schlimmer aber ist, dass der Meeresspiegel viel höher wird. Dadurch werden niedrig gelegene Länder überflutet, so dass viele Menschen ihr Zuhause verlieren.
Wieviel Energie verbraucht unsere Schule?
von Megan, Maja und Emily (Gruppe 2)
Um wichtige Informationen über unsere Schule zu bekommen, führten wir ein Interview mit unserer Schulleiterin Frau Jeanette Saxer und dem Hausmeister Günther Maulhardt. Hier sind die Informationen – ergänzt um Informationen, die wir von der Gemeinde erhielten – und einige daraus abgeleitete Daten.
| Anzahl der Schüler | 350 |
| Grundfläche der Schule (ohne Turnhalle) | 2.935 Quadratmeter |
| Stromverbrauch pro Jahr | 95.042 Kilowattstunden |
| Heizölverbrauch im Jahr | 50.000 Liter |
| Wasserverbrauch pro Jahr | 806 Kubikmeter |
| Temperatur in der Schule | 20 Grad Celsius |
| Wasserverbrauch pro Tag / Schüler | 12,8 Liter |
| Kohlendioxid-Äquivalent (CO2), gesamt/Jahr | 183.828 Kilogramm |
| Kohlendioxid-Äquivalent (CO2), pro Schüler/Jahr | 525 Kilogramm |
Hinweis: In diesen Berechnungen sind der Verbrauch der Turnhalle sowie der Hausmeisterwohnung enthalten, in der späteren Berechnung der Bendestorfer Sonnenschule nicht. Wir hoffen, die Zahlen noch diesbezüglich bereinigt zu erhalten und werden die Zahlen dann entsprechend korrigieren.
Wo steht unsere Schule im Vergleich zu anderen Grundschulen?
von Hannes, Emelie und Leonie (Gruppe 3)
Die Sonnenschule in Bendestorf bezeichnet sich selbst als klimafreundliche Schule und hat viel unternommen, um möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Mit dieser Schule wollen wir uns vergleichen. Um Daten für diesen Vergleich zu bekommen, haben wir in einer E-Mail um die gleichen Angaben gebeten, die Gruppe 2 für unsere Schule herausbekommen wollte. Hier in einer Tabelle die Daten, die wir bereits bekommen haben.
| Anzahl der Schüler | 125 |
| Grundfläche der Schule (ohne Turnhalle) | 1.360 Quadratmeter |
| Stromverbrauch pro Jahr | 16.303 Kilowattstunden |
| Erdgasverbrauch im Jahr | 147 Kubikmeter |
| Wasserverbrauch pro Jahr | 168 Kubikmeter |
| Temperatur in der Schule | 20 Grad Celsius |
| Wasserverbrauch pro Tag / Schüler | 7,46 Liter |
| Kohlendioxid-Äquivalent (CO2), gesamt/Jahr | 46.475 Kilogramm |
| Kohlendioxid-Äquivalent (CO2), pro Schüler/Jahr | 371 Kilogramm |
Da wir die Angaben der GS Jesteburg und der Bendestorfer Sonnenschule noch nicht direkt vergleichen können, müssen wir die Bewertung noch verschieben, bis wir vergleichbare Daten haben.
Auch wenn der Vergleich gescheitert ist: Wir können besser werden!
Weitere Informationen, die wir freundlicherweise von der Samtgemeinde Jesteburg erhielten zeigen, dass wir die Daten derzeit noch nicht vergleichen können. Verschiedene Rechenmodelle ergaben sehr unterschiedliche Resultate, so dass wir leider abwarten müssen. Die Samtgemeinde teilte uns aber mit, dass die Verbrauchsdaten künftig elektronisch erhoben werden und dass die bislang nicht getrennten Verbraucher im Kreis der GSJ – Schulgebäude, Hausmeisterwohnung, Turnhalle - künftig getrennt erhoben werden. Tendenziell zeigt sich jedoch, dass wir in Jesteburg durchaus noch mehr tun könnten. Es lohnt sich deshalb, über die möglichen Maßnahmen nachzudenken, die uns Gruppe 4 vorschlägt.
Welche Möglichkeiten der Energieeinsparung haben wir?
von Lea, Sina und Laura (Gruppe 4)
- Wir verbrauchen jedes Jahr sehr viel CO2. Deshalb haben wir ein paar Tipps gesammelt, wie wir an unserer Schule Energie einsparen könnten.
- Schüler und Schülerinnen könnten mehr laufen oder radfahren statt mit dem Auto zu fahren.
- Kinder mit einem weitem Schulweg sollten den Bus benutzen oder Fahrgemeinschaften bilden.
- Elektrische Geräte sollte man so oft wie möglich ausschalten (Mehrfachsteckdose mit Ausschalter, auch Standby aus).
- Umstellung auf Solarstrom.
- Die Raumtemperatur sollte nicht zu hoch sein (20°) – an der Heizung sollten Thermostatventile (Regler) sein.
- Auf dem Flur oder auf den Toiletten reichen 15°.
- Nachts, am Wochenende und in den Ferien kann die Temperatur auch abgesenkt werden.
- Nach jeder Schulstunde sollte 5 Minuten gelüftet werden (Stoßlüften) Fenster nicht längere Zeit gekippt lassen (beim Lüften Heizung runterdrehen)
- Die Fenster sollten gut isoliert sein.
- Man könnte die Lichtschalter markieren, um nur dort Licht anzumachen wo man es braucht.
- Der Letzte macht immer das Licht aus!
- Auf dem Flur könnte man Bewegungsmelder für das Licht anbringen.
- Normale Lampen durch LED-Lampen ersetzen.
- Wenn Rolläden vorhanden sind, sollten sie nach dem Unterricht immer geschlossen werden.
- Um Wasser zu sparen könnte man Bewegungsmelder am Wasserhahn anbringen.
- In der Turnhalle könnte man die Duschen mit Sparduschköpfen ausstatten.
Rückfragen bitte via E-Mail an den Chefredakteur Bernd Neumann